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Der Modelleisenbahnklub Jena 49 e.V. zu Besuch bei der Lichtenhainer Waldeisenbahn, gebaut vom Jenaer Eisenbahn-Verein (JEV e.V.)

Die Bilder gibt es wie immer im Format 800x600 beim klicken auf das Foto.


Die mitgebrachten Vorräte rollen per Feldbahn heran.
Lagebesprechnug; Im Hintergrund die Rangierabteilung Bänke und Tische.
Hoffentlich sieht mich meine Frau nicht......
Besichtigung der neuen Trasse.
Bahnhof "Falkenblick" Der Zug steht zur Rückfahrt bereit.
Modelleisenbahner fahren Feldbahn.......
Mit die ältesten Mitglieder des MEK Jena 49 e.V..
Die Feldbahnküche - Rost brennt!
Die Bergwerks-Akku-Lok.
Mittagszeit - Essenszeit
Zufriedene Gesichter - es hat gemundet.
Ruhe nach dem Sturm.
Modelleisenbahner fahren Feldbahn.......Teil II.
Abtransport.......
Modelleisenbahner stellen die Weichen.
Am Sonntag, den 18.August 2002 fuhren 19 Freunde des MEK Jena als Fahrgemeinschaft mit mehreren PKW von Jena nach Lichtenhain an der Oberweißbacher Bergbahn im Thüringer Wald, um die Freunde des JEV Jena zu besuchen und die von ihnen errichteten Anlagen einer Waldeisenbahn mit 600 mm Spurweite zu besichtigen.
Bei diesigem Wetter verließ man Jena, um nach 1 ½-stündiger Fahrt für die etwa siebzig Kilometer lange Strecke über Rudolstadt, Bad Blankenburg und Oberweißbach bei schönstem Sonnenschein den kleinen Bahnhof "Lichtenhain" an der Waldeisenbahn mitsamt seinem Betriebswerk neben dem oberen Bahnhof der Bergbahn zu erreichen.
Auffällig sichtbar weisen ein Formhauptsignal in Hp 2 - Stellung und ein blinkendes Lichtsignal (schon ausgerüstet zur Anzeige aller nur möglichen Signalbegriffe) auf das Waldeisenbahngelände hin.
Nach der Begrüßung durch den Leiter der Lichtenhainer Waldeisenbahn, Manfred Tobaschus, und den weiteren dort schön längst vorher angereisten Freunden des JEV (sie hatten bereits die Vorbereitungen für einen Fahrbetrieb getroffen), wurde der von den MEK-Freunden mitgebrachte klubeigene PKW-Anhänger entladen. Da man vorerst die Bw-Fläche mit dem PKW nicht erreichen kann (ist aber vorgesehen), entlud man den Hänger an einer geeigneten Stelle der freien Strecke der Waldeisenbahn auf eine kleine zweiachsige Lore.
Nach per Hand geschobener Fahrt mit Rangierbewegungen über diverse Weichen im Bw-Bereich wurden die mitgebrachten Bänke, Tische, Bratrost und Getränkekästen aufgebaut.
Inzwischen war eine der großen zweiachsigen Dieselloks angelassen worden und die JEV-Freunde riefen zum Einstieg auf. Am Bahnsteig des Bahnhofs "Lichtenhain" stand ein Zug, bestehend aus einem vierachsigen Wagen und zwei zweiachsigen Wagen, zwei davon überdacht, einer ein "Cabrio", zur Fahrt über die 325 Meter lange Strecke bis zum Bahnhof "Falkenblick" bereit. Mit 5 km/h zuckelte der Zug über die etwas im Bogen liegende, leicht bergab und bergauf führende Strecke in den Wald hinein, vorbei an den Containern zum einstellen der fahrbereiten Loks und Wagen. Am Endpunkt "Falkenblick" (ein echter Bahnhof, denn hier beginnen und enden Züge durch das Umsetzen der Lokomotive, und der Name stammt von einer etwas oberhalb liegenden Gaststätte) geht die Strecke inzwischen etliche Meter weiter zu einem vorläufig aufgestelltem Prellbock. Später soll es auf einem bereits geschütteten und verfestigten Damm zu einem neuem Endbahnhof oder einer Wendeschleife weitergehen. Die Fahrstrecke zeugt von einer soliden Arbeit der JEV-Freunde. Die Schienen sind auf in passende Länge geschnittene alte Bahnschwellen geschraubt und in richtigem Bahnschotter verlegt. Zurück zum Bahnhof "Lichtenhain" besichtigte man die hier gleichfalls sehr aufwändig verlegten Gleisanlagen mit vielen Weichen im Bw-Bereich für Überholungs-, Umsetz- und Abstellgleise, sogar einem Gleisdreieck und das Ganze schon teils eingebettet in Grünanlagen. Auf den offenen Abstellgleisen sind verschiedene Dieselloks, Schemelwagen und Loren abgestellt, die einer Aufarbeitung harren, auch für einen Umbau oder als Ersatzteilspender vorgesehen sind. 
Unter Planen gesichert lagern bereits die Teile für eine im Durchmesser 6 Meter große Drehscheibe, das offen aufgestellte Häuschen verrät, dass sie motorgetrieben sein wird. Weiteres verschiedenes Eisenbahnmaterial wie Signale, Lampen, Schilder, Telefone usw. ist gesammelt und in Containern eingelagert worden, um es später einmal restaurieren und auszustellen. 

Zur Mittagszeit rief dann unser MEK-Koch Heiko zu Rostbratwürsten und Rostbrätchen mit Brötchen. Durch das angenehm sonnige Wetter waren auch die mitgebrachten Getränke aller Art sehr gefragt.

Und danach begann das eigentliche Erlebnis für die Modelleisenbahner des MEK, denn die Freunde des JEV hatten weitere kleine Feldbahnloks in Betrieb gesetzt und nach entsprechender Einweisung fuhren die HO-Modelleisenbahner auf über 50 Meter Gleis und Weichen des Bw-Bereichs einzeln oder zu zweit unter Aufsicht auf den doch recht laut röhrenden Maschinen hin und her. Dieser rege Verkehr lockte Zuschauer an und animierte sie zu einer Fahrt auf der Personenverkehrsstrecke, so dass zeitweilig fünf Dieselloks unterwegs waren. Zwei im Personenverkehr, je eine vorn und hinten, um das Umsetzen zu ersparen, und weitere drei auf dem Bw-Gelände. Während der Zeitspannen, zu denen kein Dieselbetrieb auf der Strecke stattfand, wurde vom Bw aus eine Bergwerks-Akku-Lok mit einem viersitzigen, oben geschlossenem und sehr schmalen Bergwerks-Mannschaftswagen in Betrieb gesetzt und für die MEK-Freunde ein "Schnellverkehr" durchgeführt (man hörte das Sausen des Fahrtwindes) und die Lok im Bahnhof " Falkenblick" umgesetzt.

Ein unter einer Plane abgestelltes Läutewerk wurde durch Gemeinschaftsarbeit wieder zum Läuten gebracht und lud mit seinen Schlägen zu Kaffee und Kuchen ein, gestiftet von den JEV-Freunden.
Zur Kaffeerunde gesellte sich ein Wellensittich, der oberhalb von einem Ast aus das Geschehen beobachtete. Nach zunächst vergeblichem Bemühen, den Vogel mit Namens- und Putput- Rufen herabzulocken, unternahm man geduldig Fangversuche, die letztendlich zum Erfolg führten, da der Kleine offensichtlich die Nähe der Menschen suchte. 

Eine Fahrt mit einem elektrischen Triebfahrzeug anderer Art unternahmen nacheinander jeweils einige MEK-Freunde mit dem planmäßig verkehrenden Triebwagen der Bergbahn auf der 2,5 km langen Strecke Lichtenhain - Cursdorf und da sie die einzigen Fahrgäste waren, durften sie die Strecke vom Führerstand aus beobachten.
Zum Abschluss des Treffens führte JEV-Freund Tobaschus die MEK-Freunde noch durch da obere Empfangsgebäude der Bergbahn, welches sich zur Zeit im Umbau befindet. Man konnte durch Bauöffnungen und Fenster die bereits eingebauten Antriebsaggregate und andere Ausrüstungsteile von oben betrachten.

Die Verabschiedung am späten Nachmittag war herzlich und bewegend, denn schließlich waren der Modelleisenbahnklub Jena 49 und der Jenaer Eisenbahn-Verein einmal jahrzehntelang die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft 4/3 Jena im Deutschen Modelleisenbahnverband gewesen und haben daher auch ihren Ursprung in der im September 1949 gegründeten "Arbeitsgruppe Modelleisenbahn" in der Kammer der Technik in Jena.

Die Freunde des MEK zollten den JEV-Freunden hohe Anerkennung für die Leistung, die sie mit dem Aufbau der Waldeisenbahn in Lichtenhain an der Oberweißbacher Bergbahn in wenigen Jahren vollbracht haben.

Gerhard-Rainer Voß

Gründungsmitglied und ehemaliger
Vorsitzender des MEK Jena 49 e.V.

   
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