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Unsere Jenaer Ausstellung 2003

Die Bilder gibt es wie immer im Format 800x600 beim klicken auf das Foto.


Diorama "Verkürzte Schutzstrecke" von Jens Mangold
Heimanlage "ICE" von Jens Mangold
Die Heimanlage von Klaus Jeschag von oben gesehen.
Ausstellung 150 Jahre Postbeförderung mit der Eisenbahn des Herrn Förster
Bild I H0/H0e-Anlage "Heinersgrün"
Bild II H0/H0e-Anlage "Heinersgrün"
Bild III H0/H0e-Anlage "Heinersgrün"
Bild IV H0/H0e-Anlage "Heinersgrün"
Der Haltepunkt "Guntramshütte" unserer IIm-Anlage
Vorweihnachtszeit in Thüringen, Weihnachtsmarkt in Jena und dazu unsere Modelleisenbahnausstellung es ist eine Zeit, die uns im Klub gehörige Anstrengungen abverlangt.

Eigentlich sollte Alles schon Routine sein. Aber doch gibt es jedes Jahr etwas Neues. Zu den Vorbereitungen gehören nicht nur Transport, Aufbau und Ausgestaltung der Ausstellung an unserem traditionellen Platz in der Aula der Integrierten Gesamtschule Grete Unrein. Es beginnt Monate vorher. Welche Anlagen zeigen wir in diesem Jahr? Auf welche Gastanlagen können wir zurückgreifen? Wie ordnen wir Heimanlagen, Gemeinschaftsanlagen, Vitrinen, Schautafeln und den Verkaufsbereich an?

Dietmar plant den Aufbau unter Berücksichtigung des verfügbaren Platzes. Der Druck der Plakate und Eintrittskarten muß organisiert werden. Und es beginnt der Marsch durch die Instanzen: Ordnungsamt, Schulverwaltungsamt, Schulleitung unserer Schule, Versicherung, Transportkapazitäten, Sponsoren, Presseinformation. Horst und Gundram erledigen das nunmehr seit Jahren unauffällig und reibungslos, auch Dank ihrer Kontakte zu vielen Behörden, Firmen und Einrichtungen in unserer Stadt.

In der Woche vor der Ausstellung dürfen wir die Plakate in der Stadt aushängen. Vorher sind sie auf Pappen aufzuziehen. Die Zerstörungswut bestimmter Zeitgenossen und regnerisches Wetter erfordern auch in der Ausstellungswoche Nachkleben und Nachbefestigen.

Unter Leitung von Uwe, unserem aktiven Straßenbahner, erfolgt die Bestückung aller 33 Niederflurwagen der Jenaer Nahverkehrsgesellschaft mbH mit Plakaten. Der Geschäftsführung sei an dieser Stelle ein großer Dank gesagt.

Ab Donnerstag nehmen die Berufstätigen unter uns Urlaub oder beantragen Zeitausgleich beim Arbeitgeber. Der Transport beginnt mit der Übernahme des (oder der) Lkws bzw. Transporter. Dann ist Kraft und Ausdauer gefragt und nach dem Verladen der ersten Fuhre geht es von Löberschütz in die Stadt, wo die zweite Mannschaft die Aula geräumt hat. Nun heißt es jedes Anlagenteil, Kisten, Bilder, Schautafeln, Beleuchtung, die Küchenkisten und diverse Zubehörteile in die zweite Etage zu transportieren. Weitere Klubmitglieder bringen die Heimanlagen mit dem vereinseigenen Anhänger in die Schule.

Der Aufbau beginnt teilweise schon am Donnerstag Abend. Richtig los geht es Freitag ab 8 Uhr. Auf der Bühne wird der Flügel in eine Ecke geschoben, der grüne Teppich für die LGB Präsentation ausgerollt - aber nicht vergessen vorher unser großes Logo aufhängen. An alle muß gedacht werden: den Fernseher für die Videos, die Glasvitrine, Verkaufstische, Kasse, die Werkstattecke, Stromversorgung für die Mitte und die beiden Fensterreihen, die Bühne und die Küche. Absperrungen für die Schulhausgänge werden vorbereitet, denn bei laufendem Schulbetrieb haben wir die Sicherheit zu gewährleisten.

Die Teile werden zusammengefügt, bei den Großanlagen bis zu 12 Platten. Die Kabel schlängeln sich am Fußboden und die Schaltpulte sind anzuschließen. Fahrdienstleiter, Weichenwärter, Bahnbetriebswerk, Nebenbahn wir benötigen zum Beispiel 7 Freunde für die Anlage Grauenstein. Unsere Beleuchtung war in den vergangenen Jahren nicht optimal, nun haben wir dank Olaf und Lars ein System entwickelt, das auf unser Anlagen-Rastermaß von 1,40 x 2,00 Meter zugeschnitten und variabel anbaubar ist.

Jedes Jahr auch die Fragen: gab es Transportschäden, sind alle Funktionen noch gewährleistet, was haben wir in den Arbeitsräumen vergessen? Die Gleise sind noch einmal zu putzen, Fahrzeuge auszuwählen und die Züge zusammen zu stellen. Nach der Mittagspause, am frühen Nachmittag kommt der Moment, wo auf den Gleisen der einzelnen Anlagen nach und nach Fahrzeuge erscheinen ( und sich auch bewegen ! )

Plötzlich heißt es: Alle nach unten, die Blumen sind da! Herr Wehner, mittlerweile im Ruhestand, aber flink wie immer, versorgt uns seit Jahren aus seiner Gärtnerei mit einer der Jahreszeit entsprechenden Dekoration ein großes Dankeschön.

Wenn keine gravierenden Arbeiten in der Unterwelt mehr notwendig sind, beginnt die Verkleidung der Anlagen mit Stoffbahnen, gleichzeitig die Abtrennung von Verkauf, Werkstatt und Kasse. Bilder und Schautafeln hängen inzwischen, Stühle und Absperrungen sind aufgestellt, das große Aufräumen beginnt. Dann der Moment: die Aula ist eingeräumt, die Anlagen sind fahrbereit und nun wird gekehrt und alle leeren Kisten und Kasten verschwinden.

Trotz des Eindrucks, ...es sieht aber wieder gut aus... fehlen noch einige Details und immer gibt es dies und das zu werkeln. Die obligatorische Abendversammlung: Wer ist morgen wann da? Sind alle Anlagen mit Personal besetzt, wer ist für welche Anlagen als Ablösung eingeteilt? Wer übernimmt Kasse und Verkauf? Wer löst Heiko ab, damit er das Mittagessen vorbereiten kann? Sind die Namensschilder vorhanden... o je, sie liegen noch auf der Werkbank in Löberschütz. Wer fährt heute nacht noch mal hin oder morgen früh? Die Parkordnung auf dem Schulhof ist morgen wie folgt geregelt: die erste Reihe.... und so geht es noch eine Weile. Die Letzten löschen das Licht gegen 23.00Uhr..

Jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen.........und es geht auch alles bestens: Frisches Hemd, bei Wunsch Krawatte, gut rasiert, alle mit Namensschild versehen... öffnen sich am Sonnabend um 10 Uhr die Türen zum 45. Ausstellung.

Im Jahre 2003 konnten wir unsere Ausstellung durch den umfangreichen Fundus von Herrn Förster zum Thema 150 Jahre Postbeförderung mit der Eisenbahn bereichern. Bekanntlich gibt es seit 5 Jahren keine Postwagen oder züge mehr in Deutschland, die Postbeförderung im alten Sinne des Wortes auf der Schiene ist zu Ende.

War noch was? Ach so, wir stellten Heinersgrün und Löberschütz Ostaus, dazu die Heimanlagen von Dietmar, Michael und Klaus.

Jens steuerte sein N-Diorama bei und zeigte das Modell einer verkürzten Oberleitungsschutzstrecke, mit dem er beim Internationalen Modellbahnwettbewerb in Dresden teilnahm.

Auf der Bühne tummelten sich Rainer, Helmut und Olaf mit der Gartenbahn in Spurweite IIm.

Wir hatten 3900 Gäste es hätten ein paar mehr sein können, haben interessante Gespräche mit unseren Besuchern geführt, immer wieder erklärt und gezeigt und Tips gegeben.

Auch wenn es nicht einfach ist, die Anforderungen von Beruf, Familie und Hobby unter einen Hut zu bringen: über 31 Jahre bin ich dabei und es macht mir immer noch Spaß. Die eigene Heimanlage ist schon seit über 15 Jahren Geschichte, irgendwann wird aber wieder Platz und Zeit sein....

Konrad

Konrad Spath (Anm. d. Redaktion)
   
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