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Exkursion zur Buckower Kleinbahn 14.-15.08.04

Zu Besuch beim Vorbild unserer Anlage „Bf. Buckow“


Unterwegs zwischen Magdeburg und Berlin
Gute Stimmung im Berliner Ostbahnhof
Unser Nachtlager
Der 3er Triebzug im Bf. Buckow
Die V22
Eine KÖ
Lok 205 (V180) der MEG
Die Signalbrücke im Bf. Müncheberg
Einfahrt in Müncheberg
Der letzte Nachmittagszug mit V22 und Straußberger Bullen
Ren?beim rangieren, wir auf der Lok
Die Schaffnerin
Am 14.08.04 fand nun schon zum wiederholtem Male das Bahnhofsfest im Bf. Buckow der Buckower Kleinbahn (Eisenbahnverein "Märkische Schweiz" e.V.)statt. Grund für uns, dem Vorbild einen Besuch abzustatten. Erste Kontakte zum Verein in Buckow wurden bei unseren zahlreichen Ausstellungen in Berlin geknüpft. So kam es schon zu dem Szenario Ausstellung der Anlage "Bf. Buckow" in Buckow.

Die Strecke Müncheberg(Mark) - Buckow wurde 1930 mit 750 V Gleichstrom elektrifiziert und seither mit Triebwagen betrieben. Diese Triebwagen wurden um 1982 herum komplett rekonstruiert. Im Jahre 1993 wurde der elektrische Betrieb auf der landschaftlich sehr reizvollen Strecke eingestellt. Der Eisenbahnverein "Märkische Schweiz" e.V. konnte im Jahre 2002 den elektrischen Betrieb auf der Strecke Müncheberg(Mark) - Buckow mit den originalen Fahrzeugen wiedereröffnen. Unser Verein hatte 1987 begonnen den Bf. Buckow ins Modell umzusetzen. Wir stellen auf unserer Anlage den Betrieb der sechziger Jahre dar. Auch dieses Jahr wurden wir zum Bahnhofsfest eingeladen.

So machten wir uns am Sonnabend, dem 14.08.04 gegen 7.05 Uhr am Hp. Jena Paradies mit Regionalbahn und Wochenendticket auf die Reise nach Buckow. In der atemberaubenden Zeit von ca. 6 Stunden und 5maligem Umsteigen in Großheringen, Halle, Magdeburg, Berlin Ostbahnhof und Berlin Lichtenberg erreichten wir pünktlich den Bahnhof Müncheberg. Wir, das waren: Heiko, Thomas, Jan, Dietmar, Olaf, Michael und ich namens Ronald. Bereits in Müncheberg erwartete uns eine Ausstellung verschiedener Fahrzeuge aus dem Fundus des Eisenbahnvereins "Märkische Schweiz" e.V. und einer der mittlerweile vielen Privatbahnen in Deutschland. Auf der Strecke nach Buckow verkehrten an diesem Tage ein Triebwagenzug in der Reihung Steuerwagen-Triebwagen-Steuerwagen. Ohne Umschweife wurde eine Tageskarte gelöst und schon begann die Fahrt nach Buckow. Dort angekommen wurden wir herzlich begrüßt und machten uns auf die Suche nach unserer Unterkunft für eine Nacht: die Jugendherberge Buckow. Nach Erledigung der Formalitäten und Empfang der Bettwäsche wurden die beiden Zimmer im Bungalow nach Schnarchern und Nichtschnarchern aufgeteilt. Dann wurde uns vermittelt, dass das Frühstück gegen um 8.30 Uhr gereicht wird. (vorher noch duschen und davor noch aufstehen, recht hart für unsereinen.....)

Anschließend ging's über Umwege entlang eines der vielen Seen in Buckow zurück zum Bahnhof. Zunächst suchten sich einige von uns was zum essen bzw. einige fuhren wieder nach Müncheberg zum Besuch der Fahrzeugausstellung. Ich entschied mich für letzteres, weil ich mal eine V 180 von innen sehen wollte. Auf der V 180 ging's dann auch in den Maschinenraum. Wieder runter von der Lok fuhr auch schon der Zug nach Buckow ohne Thomas, Jan und mir los. Aber das machte nichts, da auf dem Bf. Müncheberg noch einiges zu bewundern war. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Signalbrücke, den der östliche Bahnhofskopf ziert. Vorbei an stillgelegten Gleisen und toten Weichen konnten wir die schöne Signalbrücke bewundern. Heutzutage grenzt es schon an ein Wunder, solch ein Relikt aus der Hochzeit der Eisenbahn zu erleben. Schnell mal ein paar Aufnahme gemacht und weiter. Thomas und Jan untersuchten bereits den Klammerspitzenverschluss einen Weiche, denn wir wissen: Thomas baut zur Zeit eine Weiche mit funktionieren Klammerspitzenverschluss im Maßstab 1:87!

Wieder zurück kam auch gleich der Zug wieder aus Buckow an und unsere restlichen Mitstreiter trafen wieder ein. Komplett fuhren wir wieder zurück nach Buckow. Die Rückfahrt erlebte ich neben dem Triebwagenführer, worauf ich beschloss, alle Fahrten auf diese Weise zu bestreiten. Eigentlich ist das Fahren des Triebwagens ganz einfach....Denke ich mir halt, wenn man es sieht. In Buckow lief schon eine V22 warm. Mittlerweile war es schon kurz nach 17.00 Uhr . 17.25 Uhr fuhr der letzte Nachmittagszug nach Müncheberg bespannt mit Straußberger Bullen und V22. Also wieder neben der Triebwagenführer gestellt und los. In Müncheberg standen die 3 Loks der MEG (wir wollen ja keine Werbung machen) bereits zur Abfahrt bereit. Was haben uns die letzten Minuten gelehrt? Mitfahren auf dem Führerstand macht Spaß!

Also die V22 mit Dietmar und Olaf kurzerhand geentert mitgefahren und rangiert! Jetzt konnte man rangieren in Reinstform erleben. Unser Vereinsmitglied Ren?betätigte sich bereits den ganzen Tag als Rangierleiter. Kurz zur Erklärung: Ren?ist in unserem Verein als auch im Eisenbahnverein "Märkische Schweiz" e.V. tätig und lebt mit seiner Frau bereits schon seit einiger Zeit in Buckow. Nachdem alles zusammengestellt war erfolgte die Bremsprobe. Ein offenes Ventil musste noch gesucht werden und hier kam Heiko zum Zuge. Er ist Fahrdienstleiter und war früher in Göschwitz Rangiermeister. Mit vereinten Kräfte war der Fehler schnell gefunden und ich bekam noch eine Einweisung in die Wirkungsweise eines "Ackermanns". Die Rückfahrt nach Buckow wurde im Salonwagen der Buckower Kleinbahn vorgenommen. Der Wagen wurde vom dortigem Verein aufgearbeitet und dient als Aufenthalts- und Schlafwagen.

Apropos Aufarbeitung: mir nötigt es unheimlichen Respekt ab, was der Eisenbahnverein in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat. Unterhaltung der Fahrleitung, Oberbau, Gleise und die vielen gepflegten Fahrzeuge! Die Triebwagen funkeln, als wären sie frisch aus dem RAW! Auch zeugt vom Enthusiasmus der Mitglieder einen Wochenend- und Feiertagsfahrbetrieb im Frühjahr, Sommer und Herbst zu ermöglichen. Als Modelleisenbahner ist man bei unserer traditionellen Ausstellung in Jena jeweils Anfang Dezember etwas weniger gefordert. In Buckow wurden die Fahrzeuge weggesetzt. Wiederum erzählte uns Heiko etwas zur Technik: den Unterschied zwischen Kunze-Knorr und KE Bremse. Bei Erbsensuppe und Bockwurst ging der Abend auf dem Bahnsteig dahin. Ich kippte sehr zur Freude von Thomas sein Bier um, erhielt aber auf meine Frage von den Eisenbahnfreunden 3 neue Flaschen. Der Abend ging dann mit dem DEFA Streifen "Carbid und Sauerampfer" aus einem mobilen H6 Kinowagen zu Ende. Mächtig müde erreichten wir dann unser Nachtlager.

Am Sonntag hieß es dann kurz nach 8 Uhr aufstehen, duschen und zum Frühstück zu gehen. Nach einem guten und reichlichen Morgenmahl verließen wir mit Sack und Pack die Jugendherberge und gingen zum Bahnhof. Der normale Betrieb war bereits schon im Gange, sodass wir noch mal nach Müncheberg und zurück fuhren. Ich natürlich dort, wo die Streckenbeobachtung am besten ist. Heiko suchte vergebens während des Aufenthalts in Müncheberg einen Fahrkartenautomat des Nahverkehrs, da wir für die Rückfahrt ein SWT brauchten. Anschließend war bereits Mittagszeit und wir suchten im Ortskern ein Restaurant auf. Über den Dächern von Buckow mit Seeblick speisten wir. Gut gestärkt ging es wieder zurück und wir erhielten von Ren?den Teil 2 der Vortragsreihe zum Thema Klammerspitzenverschluss. Dann besuchten wir noch das Eisenbahnmuseum im Bf. Buckow. Nach 14.00 Uhr hieß es dann Abschied nehmen, wir bedankten und verabschiedeten uns. Gleichzeitig erhielten wir eine Einladung zu den Feierlichkeiten anläßlich 75 Jahre elektrischer Betrieb am 15.05.2005 in Buckow. Wir sind dann wieder mit von der Partie.

Rechtzeitig kamen wir an, da um 14.45 Uhr unser Zug ab Müncheberg fuhr. In Berlin Lichtenberg entließen wir Jan, der von da ab mit dem ICE in Richtung Hannover fuhr, um am Montag seinen Dienst bei der Bundeswehr wieder aufzunehmen. Wir fuhren mit der S-Bahn zum Ostbahnhof und von dort aus hätten wir analog zum Samstag über Magdeburg wieder fahren können. Jedoch wollte wir noch kurz Dessau sehen und wählten diesen Weg. Wir hatten in Dessau 4 Minuten zum umsteigen, kamen aber 4 Minuten später an. Zug weg. Nein, ersatzlos gestrichen. In Dessau gibt es noch ein Reisezentrum. Neuer Weg über Köthen und dann nach Halle, so die Aussage. Im Grunde der Zug wenn wir über Magdeburg gefahren wären. Aber was soll's, so gab es noch eine Besichtung des Bahnhofs Köthen und eine Fahrt extra mit einem Triebwagen der BR 642. Pünktlich um 20.52 Uhr am Sonntag endete unsere Exkursion zur Buckower Kleinbahn.

Im Mai 2005 sind wir wieder dort.
Sicher auch mit mir. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht.

Ronald
   
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