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Die Schweiz in Berlin - und wir mittendrin


Gerade angekommen und schon ist der Hänger leer.
Zapfanlage steht, Bier läuft, und auch die Anlage ist schon an Ort und Stelle – da kann man sich auch mal ein Päuschen gönnen ...
... während die Jugend sich mit den „Kleinigkeiten“ wie Verkabelung und Anschluß des Schaltpults beschäftigt.
Ob Schiller, Goethe oder zeitgenössische Werke – wir tun auch was für die literarische Bildung.
Unser Schlaflager – ob Iso-Matte, LuMaTra oder Campingliege, geschnarscht wird überall.
Dustin am Regler – unsere jungen Modellbahner wurden des Fahrens gar nicht müde.
Styropor, Zeitung, Grasmatte – jahrelange Erfahrung im Bau von Modellbahnanlagen werden gerne auch an Wissbegierige weitergegeben.
Auch wenn wir von unseren eigenen Anlagen immer wieder begeistert sind, schaffen es auch fremde Anlagen – hier die Spur 0e Anlage „Friedrich / Dann.“ uns zu beeindrucken.
Thomas Töppler beim Bau von Weichen – auch er steht allen „Neugierigen“ unermüdlich Rede und Antwort.
Gemütliches Beisammensein am Samstagabend – Wir erheben das Glas auf alle Aussteller und fleißigen Helfer.
Sonntagabend – das Wochenende und die Ausstellung sind zu Ende – wir bauen ab und fahren heim.
Wieder einmal folgten wir gern der Einladung unseres Berliner Modellbahnfreundes Dieter Frisch und fuhren in unsere Hauptstadt, wo zum 14. Mal die Modellbahnausstellung in der Pusteblume - Grundschule stattfand. Wir begeisterten zum 13. Mal das Berliner Publikum.

Diesmal sind wir mit unserer im Bau befindlichen Schüleranlage angereist. Sie spiegelt Motive der Schweizer Furka – Oberalp –Bahn wider. Los ging es am Freitag, dem 08. Februar. Aufgrund der Ferien konnten wir sogar schon recht zeitig losfahren. Unsere Schüler wollten es sich ja nicht nehmen lassen, ihre bisherige Arbeit an der Anlage selbst vorzuführen und nach all der Werkelei auch mal ein paar Züge fahren zu lassen.

Nach der üblichen Rast am Rasthof Fläming kamen wir schon kurz nach drei in Berlin / Hellersdorf an, wo uns „unser Dietaa“ wie immer freudig empfing. Wie fast jedes Jahr wurden wir wieder im Speisesaal einquartiert. Nachdem die eigens mitgeführte Bierzapfanlage dann endlich den ersten frischen Gerstensaft hervorgebracht hatte, ging der Rest von ganz alleine. In Nullkommanichts hatten wir die drei 1,40m breiten und 2,00m langen Teile aufgestellt.

Mit der Verkabelung ließen wir uns Zeit, denn gut Ding will Weile haben. Bis zum Abendessen, Versorgung durch den örtlichen Pizzadienst, war alles fertig. Die ersten Züge fuhren und da sich ja die Anlage im Bau befindet, wurden auch schon erste kleinere Handgriffe durchgeführt.

Nach dem Essen gingen wir dann anderweitigen Beschäftigungen nach, wir bildeten uns in Literatur weiter bzw. kramten unsere poetischen Kenntnisse hervor und rezitierten Schiller, Goethe und Co. Doch weit kamen wir da nicht. Geschlafen wurde natürlich auch wie immer in einem uns zugewiesenen Klassenzimmer. Und da die Schule über so viele Räume verfügt, können wir jedes Jahr in einem anderen unser Nachtlager aufschlagen. Diesmal schliefen wir im Klassenzimmer der 5b – ja genau, in Berlin geht die Grundschule bis zu 6. Klasse.

Wider erwarten hielt sich der Geräuschpegel mal in Grenzen. Jedenfalls in der ersten Nacht. Aber wir haben ja noch eine!!! Obwohl auch in der Schule durch die Mitglieder der Furka-Oberalp-Bahn Sektion Berlin / Brandenburg die Frühstücksversorgung gesichert war, gingen wir „auswärts“ frühstücken. Das saupreiswerte Frühstücksangebot im nahe gelegenen Kaufpark ist für uns ebenso zur Tradition geworden, wie die Ausstellung an sich.

Hinterher wurden noch schnell die zur Neige gegangenen Vorräte aufgefüllt, bevor dann um Punkt 10:00 Uhr die Türen der Ausstellung öffneten. Die drei Jugendlichen fuhren fleißig einen Zug nach dem anderen, die mitgereisten „Betreuer“ bastelten und werkelten an der Anlage oder an anderen Projekten.

Natürlich standen sie auch allen wissbegierigen Besuchern Rede und Antwort. Die häufigsten Fragen bezogen sich auf die Art und Weise, wie die Anlage gebaut wird. Warum wird die Zeitung auf das Styropor geklebt? Wie werden die Grasmatten aufgeklebt? Aus welchem Material sind die Zahnradstangen? Sind die Eigenbau oder gibt es sie zu kaufen?“ Geduldig beantworteten Remo, Lars, Olaf und Andre die Fragen der Besucher. Hin und wieder auch unser kleiner Heiko, der sich bei Verwandten in Berlin eingenistet hatte und zeitweise auch der Ausstellung beiwohnte.

Für das leibliche Wohl der Aussteller und Besucher war ebenfalls gesorgt. Die Mitglieder des veranstaltenden Vereins beziehungsweise die Ehepartner haben sich mal wieder selbst übertroffen. Kuchen, Kartoffel- oder Nudelsalat, Buletten – alles selbst gemacht natürlich, sowie Erbsensuppe, Wiener Würstchen, und diverse Getränke standen auf der Speisekarte. Da das Küchenpersonal dieses Jahr stark unterbesetzt war, war es für mich, der einzigen mitgereisten Frau – einer musste ja die Jungs im Auge behalten - selbstverständlich ihnen beim Spülen tatkräftig unter die Arme zu greifen. Von normalen Spülhänden konnte da keine Rede mehr sein. Nach zwei Stunden Dauerabwasch wuchsen mir Schwimmhäute zwischen den Fingern.

Aber wir waren ja nicht die einzigen, die hier ausstellten. Natürlich war auch der veranstaltende Verein Furka-Oberalp-Bahn Sektion Berlin / Brandenburg mit Info- und Verkaufständen sowie Anlagen dabei. Ein ebenfalls befreundeter Modellbahnklub aus Dresden war mit 50% der Mitglieder, also mit 2!! angereist. Diesmal ohne eigene Anlage, dafür zeigten sie ihre Fertigkeiten im Bäume bauen und Figuren bemalen. Unser Chef hatte sich zu ihnen gesellt und fertigte Weichen für seine Spur H0-Pur-Anlage an. Bei ihnen im Raum waren noch die „Blechbahn-Opas“ mit ihrer – ja genau ihrer Blechbahn. Auf dem Gang vor den Klassenzimmern, bestand die Möglichkeit für Kinder mit der Gartenbahn etwa 20m hin und her zu fahren. Ansonsten war eigentlich von fast jeder Spurweite etwas vertreten. Und irgendwie trifft man auch immer wieder auf die gleichen.

Beim gemütlichen Beisammensein am Samstagabend zu dem Axel und sein Küchenstab wieder einmal ein leckeres Kalt-Warmes-Buffet gezaubert hatten, wurden dann Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht, sowie in gemeinsamen alten Erinnerungen geschwelgt. Das führte wie immer unweigerlich zu den üblichen „Man müsste mal wieder …“ Mal schauen was daraus wird. Das könnt ihr dann auf jeden Fall hier lesen. Nach einer weiteren Nacht im Klassenzimmer der 5b genossen wir am Sonntagmorgen Axels Frühstücksangebot. Frisch aufgebackene Brötchen sowie Wurst, Käse und frischer Kaffee standen für alle Schlafgäste der Schule auf dem Plan.

Pünktlich zur Ausstellungsöffnung um 10:00 Uhr waren alle satt, die Spuren des Frühstücks und des gestrigen Abends beseitigt und alle mehr oder weniger munter an ihren Anlagen und Ständen. Die Besucher drängelten sich an diesem Tag nicht so sehr, aber das minderte nicht die Neugier. Auch heute wollten viele Leute etwas über unsere Bauweise wissen.

Kleine Kinder standen mit großen Augen vor den Anlagen und bestaunten die Züge. An irgendeinem Stand, ich glaub an dem der Weisseritztalbahn, gab es für die Kinder eine Schaffnerkelle mit Trillerpfeife, welche manches Kind direkt an den Anlagen einsetzte, um die Abfahrt der Züge zu beschleunigen. Doch alles in allem war es heute etwas ruhiger als gestern. Dennoch kamen etwa 700 Besucher. Um 17:00 Uhr war dann Schluss, denn die ganzen Anlagen und Stände mußten ja noch abgebaut, in Autos und Anhängern verstaut und zurück zu den jeweiligen „Stammhäusern“ transportiert werden. Unsere Jugendgruppe darf eine halbe Stunde beim Abbauen helfen, dann schickten wir die drei mit Heiko R. nach Jena. Aus Erfahrung wissen wir, wir sind nicht vor 22:00 Uhr in Löberschütz, wo die Autos noch entladen werden müssen. Und die Ferien der drei waren leider mit diesem Sonntag auch zu Ende. Um 18:30 Uhr war alles im Hänger und den beiden Autos verstaut und wir konnten uns verabschieden. Natürlich nicht ohne zu versprechen, dass wir nächstes Jahr zur 15. Ausstellung in der Pusteblume Grundschule wiederkommen.

Sandra Seiferth, Februar 2008
   
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