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Auf der Suche nach lila Kühen … - … Mit der Bahn durch die Schweiz


Pilatus-Bahn – die steilste Zahnradbahn der Welt
In 30 Minuten auf dem Gipfel
Modellbahner beim Wandern
Unterwegs mit dem Golden-Panorama-Express
Die Teufelsbrücke - Blick aus dem Zug
Die Teufelsbrücke - Der Zug verlässt den Tunnel
Münster – ein Schweizer Bergdorf
Modellbahner auf Abwegen
Der Dampfzug der DFB kurz hinter dem Bahnhof Realp
Verfolgungsjagd durch die Alpen
Auf dem Furkapass
Wir warten auf den Dampfzug
Die „Weißhorn“ verlässt den Tunnel
Achterbahn mal anders - die Gelmerbahn
Blick auf den Vierwaldstätter See und Ennetbürgen
Endlich haben wir es mal geschafft und besuchten unser ehemaliges Mitglied „Emmi“ in seiner neuen Heimat. Natürlich spielte es keine unwesentliche Rolle, dass wir zur Zeit an einer eigenen Schweizanlage bauen. So verbanden wir das Nützliche mit dem Angenehmen. Oder das Angenehme mit dem Nützlichen? Egal, eigentlich ist alles Vergnügen.

Am Mittwoch, dem 02. Juli 2008 ging es los. Diese Exkursion war sehr begehrt. Zum Glück konnten wir auf einen neunsitzigen Bus zurückgreifen, so dass wir mit 8 Leuten anreisen konnten. Mittags um zwölf – High noon sozusagen – ging es los. Wir hatten uns das beste Reisewetter ausgesucht – blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, fast 30° C im Schatten. Na ja wenn Engel reisen …. Der Verkehr war uns zunächst nicht so wohl gesonnen, denn schon kurz hinter Jena standen wir im Stau. Aber wir kämpften uns tapfer bis Weimar durch, wo Olaf noch etwas abgeben musste. Zurück auf der Autobahn ließen wir dann endlich die ganze Arbeit und die Staus hinter uns und fuhren mit nur einer weiteren Pause bis Schaffhausen, wo wir die Grenze zur Schweiz passierten. Auf der Fahrt taten wir was ganz ungewöhnliches und bildeten unsere Deutschkenntnisse weiter. Bastian Sick’s „Der Dativ ist dem Genitiv sein tot“ unterhielt uns einen Großteil der Strecke. Nach der Grenze brauchten wir mit einem kleinen unbeabsichtigten Schlenker noch mal eine gute Stunde bis zu unserem Ziel am Vierwaldstätter See. Wir kamen zur besten Fernsehzeit an, doch bei uns stand natürlich was vollkommen Anderes auf dem Programm. Keine MEK – Exkursion ohne Thüringer Bratwürste! Emmi hatte den Rost schon parat gestellt, wir brachten die Holzkohle sowie original Thüringer Bratwürste mit. Natürlich auch Bier und was zum Verdauen. Emmi teilte uns zunächst in anständige und überschaubare Grüppchen auf, um uns dann die entsprechenden Zimmer zu zuteilen. Zum Essen wurde dann erstmal der neueste Klatsch und Tratsch ausgetauscht, sowie Pläne für den nächsten Tag gemacht. In der Gegend um Ulm hatten wir wohl ein Gewitter aufgegabelt, welches uns jetzt hier in Ennetbürgen einholte. Doch wir genossen diesen Regenschauer sowie die Blitze und das Donnergrollen. So nach und nach verschwanden alle in den Betten.

Donnerstag, 03. Juli 2008 Von Pontius zu Pilatus

Aufstehen war für 8:00 Uhr angesagt. Frühstück gab’s auf der Terrasse, unserem Esszimmer für die nächsten Tage. Emmi besorgte die Brötchen, die restlichen Frühstücksutensilien wie Butter, Käse, Wurst, Honig und diverse Marmeladen hatten wir von zu Hause mitgebracht. Nach dem alle ausgehfein waren und die Plätze im Bus neu ausgewürfelt wurden, ging es erstmal zum Bahnhof nach Stans, wo wir uns von einer freundlichen Angestellten der Zentralbahn über die günstigsten Angebote beraten ließen. Für den Tell-Pass hatten wir uns eigentlich schon im Zuge der Vorbereitungen dieser Reise entschieden. Jetzt ging es nur noch darum, für welche Art. Nein, der Tell – Pass erlaubt nicht, mit der Armbrust auf wehrlose Äpfel zu schießen. Mit dem Erwerb dieses Passes kann man an zwei oder fünf Tagen kostenlos sämtliche dem Verbund angehörende Verkehrsmittel nutzen. An den anderen Tagen bekommt man die Fahrpreise zum halben Preis. (mehr Info unter www.tell-pass.ch) Wir entschieden uns für den 7-Tage Tell-Pass und hatten somit 2 Tage freie Fahrt auf der Zentralbahn und diversen anderen Transportmitteln. Nach dem alle Klarheiten beseitigt wurden, ging es nach Alpnachstad weiter. Hier stiegen wir in die steilste Zahnradbahn der Welt. Die Pilatusbahn klettert auf einer Länge 4,6 km auf den 2073m hohen Pilatus. Alpnachstad liegt übrigens 440m ü. M., was bedeutet, dass sie eine Höhe von 1629 Höhenmeter überwindet. Das steilste Stück hat eine Neigung von 48%. Ach ja und für Bahnfans aller Art: Die Spurweite beträgt 800mm. Die Bergfahrt dauert ca. 30 Minuten, die Talfahrt etwa 40 Minuten. Als eingefleischte Eisenbahnfans bestaunten wir aber nicht nur die Bauweise und Technik der Bahn, sondern auch die Landschaft – immerhin sind wir alle eher Flachlandtiroler. Obwohl sich das Wetter heute nicht von seiner besten Seite zeigte, zauberten die aufziehenden Wolken doch immer wieder beeindruckende Bilder. Wir entdeckten sogar ein paar Steinböcke, die es sich links und rechts des Wanderwegs bequem gemacht hatten und völlig unbeeindruckt von den ganzen Touris waren. Das brachte uns zu der Überlegung, ob sie vielleicht vom örtlichen Tourismusverein jeden Morgen dorthin gebracht und abends wieder eingesammelt werden. Als wir uns etwas an die dünnere Luft hier oben gewöhnt hatten, machten wir uns auf, einen Panoramarundweg entlang zu spazieren und stellten fest: „Nix mehr gewohnt.“ Wir waren so mit Schnaufen beschäftigt, dass wir die Landschaft nur genießen konnten, wenn wir mal innehielten. Aber da die Wolken den Gipfel mittlerweile voll im Griff hatten, sahen wir eh nicht viel. Den Weg nach unten absolvierten wir mit der Seilbahn in zwei Etappen. Zunächst bestiegen wir die Großraumgondel der Luftseilbahn, die bis zu 40 Personen transportieren kann. Sie brachte uns in etwa 5 Minuten zur Station Främüntegg. Das Wetter war hier besser, so dass wir uns entschieden, die Sonne auf der Kioskterrasse bei einer heißen Schokolade oder einem kühlen Bier zu genießen. Den zweiten Teil der Strecke legten wir mit der Panorama-Gondel zurück. Sie brachte uns im gemütlichen Tempo in ca. 20 Minuten zur Talstation Kriens. Leider hielt das Wetter nichts vom gemütlichen Tempo. Es war genauso schnell unten wie wir. Und gemütlich war es auch nicht. Es schüttete wie aus Kannen, als wir die Talstation erreichten. Wir beobachteten eine Weile die Wassermassen und überlegten dabei, wie wir halbwegs trocken zu unserem nächsten Ziel, dem Luzerner Verkehrshaus, kommen sollten. Doch der Wettergott hatte schließlich ein Einsehen und drehte den Wasserhahn etwas ab. Mit Schirmen oder Regenjacken gewappnet marschierten wir schließlich los zur Bushaltestelle. Mit dem Bus - übrigens im Tell-Pass enthalten - fuhren wir nach Luzern und von dort weiter zum Verkehrshaus. Auch hier hatten wir einen Vorteil mit dem Tell-Pass und sparten einige Franken bei den Eintrittskarten. Das Verkehrshaus ist das Mekka für alle Fans der Fortbewegungsmittel. Hier werden alte und neue Züge, Flugzeuge, Autos sowie die Entwicklungen aller dargestellt. Auch für Kinder wird einiges geboten. Sie können teilweise Exponate unter Anleitung der Museumsangestellten selber ausprobieren. Aber auch die Erwachsenen werden eingeladen, sich daran zu beteiligen. Nach etwa drei Stunden Museum reichte es dann, obwohl wir wahrscheinlich alles bzw. einen Großteil nur flüchtig betrachtet hatten. Mit dem Bus ging es zurück zum Luzerner Hauptbahnhof. Dort stiegen wir in einen Zug der Schweizer Zentralbahn und fuhren zurück nach Alpnachstad. Hier stiegen wir wieder in unseren Bus und fuhren nach Hause. Naja zunächst fuhren wir wieder nach Stans zum Bahnhof, wo wir uns noch eine Fahrkarte für die BLS (Bern-Lötschberg-Simpon-Bahn) kaufen mussten. Leider deckt die Schweizer Zentralbahn nicht alle Strecken ab, die wir für den nächsten Tag geplant hatten. Ein weiteren Zwischenstopp legten wir am örtlichen Supermarkt in Ennetbürgen ein und kauften für das heutige und morgige Abendessen ein. Wieder wurde es ein langer Abend, doch diesmal zwang uns das nasskalte Wetter nach drinnen.

Freitag, 04. Juli 2008 – Modellbahner auf großer Spur

Aufstehen, Frühstück wie gestern. Wir waren so schnell fertig, dass wir noch Zeit hatten, einen kurzen Spaziergang zum See zu machen – zum Einlaufen sozusagen. Gegen 9:15 Uhr brachen wir auf nach Beckenried, wo wir ein Schiff enterten. Mit der „Weggis“ ging es über den Vierwaldstätter See nach Brunnen. Hier wechselten wir, nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, auf die Schiene. Mit dem Zug ging es nach Erstfeld. Wir nutzten die Zeit bis zur Abfahrt des nächsten Zuges, um uns den Bahnhof von oben anzusehen. Nach etwa dreißig Minuten bestiegen wir die SBB Matterhorn-Gotthard-Bahn, die uns nach Göschenen brachte. Durch mehrere Tunnel klettert der Zug die Berge hinauf. In der Modellbahnwelt heißt dass dann Schattenbahnhof. In Göschenen erneutes Umsteigen, diesmal in die Schöllenen-Bahn. Mit ihr kletterten wir weiter ins Gebirge hinauf bis nach Andermatt. Während des Aufenthaltes hier, hatten wir Gelegenheit den Glaciér-Express zu bestaunen und leicht entsetzt festzustellen, dass dieser teure und prestigeträchtige Zug im zwanzig Minuten Takt fährt. Desweiteren amüsierten wir uns köstlich über die Unbeholfenheit eines Gepäckabfertigers, der sich mit zwei Fahrrädern total verhedderte. Obwohl es hier oben sehr windig und somit recht kühl war, zeigte sich das Wetter heute von seiner besseren Seite. Von Andermatt ging es weiter, seicht bergab. In Münster, einem kleinen Schweizer Bergdorf, welches einem Bilderbuch entsprungen sein könnte, stiegen wir aus. Wir wanderten etwas umher, um das Flair der Gegend in uns und sämtliche mitgeführte Kameras aufzunehmen. Wir waren ja schließlich auf einer Mission und nicht zum Vergnügen hier. Wir bestaunten die vielen kleinen Holzhäuschen, die als Heuschuppen dienen. Einige wurden sogar umgebaut und werden jetzt als Ferienhäuser an Touristen vermietet. Nach einem kühlen Bier an einem schattigen Plätzchen spazierten wir zurück zum Bahnhof, um mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn weiter bis Brig zu fahren. Hier stiegen wir erneut um und durchfuhren den Lötschbergtunnel. Nacht nochmaligem Umsteigen in Spitz erreichten wir Interlaken, wo wir ein weiteres Mal umstiegen. Mit dem Golden Panorama Express – hier galt übrigens wieder unser Tell-Pass – fuhren wir zurück nach Hergiswill. In Mairing hatten wir die Möglichkeit, uns die Spitzkehre anzuschauen bevor es weiter durch die Alpenlandschaft ging. Felsen, Gletscher, Bergdörfer, Gleitschirmflieger, Kühe, Wiesen, Heuschober und einiges mehr rauschten an uns vorbei und wir sogen alles in uns auf. An besonders steilen Stellen klinkt sich die Bahn in eine Zahnstange ein. Bergauf erleichtert sie den Aufstieg, bergab bremst sie die Fahrt. Das Einfädeln macht sich durch ein lautes Rattern bemerkbar. In Hergiswill stiegen wir ein letztes Mal um. Am Vierwaldstätter See ging es dann zurück nach Stans. Von dort aus legten wir den Rest der Strecke nach Ennetbürgen mit dem Bus zurück. Auf mehrfachen Wunsch unserer Auswanderer und Gastgeber gab es heute Soljanka zum Abendessen. Wieder wurde es sehr spät, bis wir ins Bett kamen.

Samstag, 05. Juli 08 – Städter unterwegs in den Bergen

Aufstehen und Frühstück wie an den vergangenen beiden Tagen. Heute wollten wir mal mit dem Auto durch die Berge, immer auf der Suche nach einem guten Fotostandpunkt. Und dann war da noch die Frage, fahren wir heute ein Stück mit der FURKA – Dampfbahn, oder nicht. Nach dem Frühstück starteten wir. Alle rein in Olaf’s Bus und dann ging es über die Gotthard – Autobahn nach Erstfeld, wo Emmi „extra“ für uns zwei Oldtimer - Elloks - unter anderem das „Krokodil“ - auffahren ließ. Dies war natürlich nur ein Zufall, aber für uns genial. Von hier aus kämpften wir uns weiter nach Wassen durch. Hier gibt es einem kleinen Hügel, der die Kirche und den Friedhof beherbergt. Das war unser Ziel. Natürlich nicht wegen der Kirche oder dem Friedhof, sondern weil man von hier einen 360° Blick über das Tal hat und somit einen Blick auf drei der Kehrtunnel der Matterhorn- Gotthard-Bahn. Mit wachsamen Auge folgten wir drei oder vier Zügen, wie sie sich den Berg hinauf oder hinunterschlängelten. Die Kehren sind natürlich im Tunnel und so sieht man nur wie der Zug in den Berg hineinfährt und einige hundert Meter weiter oben wieder herauskommt. Nachdem wir uns an diesem Bild satt gesehen hatten, ging es weiter, mit einem kurzen Abstecher zum Bahnhof Göschenen, nach Andermatt. Auf dem Weg dorthin machten wir noch an der Teufelsbrücke, einem sehr schönen Fotostandpunkt, halt. Hier warteten wir bis der Zug aus dem Tunnel kam, um direkt über den tosenden Fluss zu fahren. An einem kleinen Picknickplatz oberhalb von Andermatt warteten wir fast eine Stunde darauf, dass endlich ein Glaciér - Express den Bahnhof Andermatt verlässt, um den Berg zum Oberalppass zu erklimmen. Doch aus uns nicht bekannten Gründen hält sich der Prestige – Zug heute nicht an den Fahrplan. Von hier aus ging es weiter nach Realp. Hier besichtigten wir das Depot der Dampfbahn Furka-Bergstrecke (kurz DFB) und die Ausfahrt des Gespanns hinter der „Weisshorn“, einer HG 2/3 Dampflokomotive aus dem Jahre 1902. Über den Furka-Pass folgten wir der kleinen Schmalspurbahn und überholten sie sogar. So konnten wir am Haltepunkt Muttbach - Belvedere die Tunnelausfahrt der kleinen Dampflok bewundern - die Bahn nimmt die Abkürzung durch den Berg - und fotografisch festhalten. Als die Bahn ihre Fahrt ins Tal fortsetzte, setzten auch wir unsere „Verfolgungsjagd“ fort. Auf dem Weg nach Gletsch warfen wir im Vorbeifahren noch einen Blick auf den stetig schmelzenden Rhone-Gletscher. Er teilt damit das Schicksal vieler Gletscher in den Alpen. In Gletsch, der derzeitigen Endstation der DFB, schmissen wir noch einen letzten – auch fotografischen – Blick auf die DFB und starteten dann gen Heimat – also nach Ennetbürgen. Auf dem Grimselpass streikte dann unser persönlicher Busfahrer und meinte, er führe erst weiter, wenn er einen Kaffee getrunken hätte. So machten wir eine Pause in der ansässigen Wirtschaft und amüsierten uns über die Murmeltiere, die im gegenüberliegenden Gehege ihre Heimat fanden. Nach einer Stärkung in flüssiger Form setzten wir unsere Rundreise fort. Obwohl wir uns von den Bahnen verabschiedet hatten und eigentlich schon auf dem Rückweg nach Ennetbürgen waren, hatte unser Busfahrer und Reiseleiter Emmi noch ein Highlight für uns parat. Er brachte uns zur Gelmerbahn, die mit einer 106%igen Steigung die steilste Standseilbahn der Welt ist. Es war zwar schon ziemlich spät, aber wir ergatterten trotzdem noch die letzte Fahrt. Es machte uns auch nichts aus, dass wir nur hoch und gleich wieder runter fahren mussten, denn wir wollten nur dieses Gefühl der 106% Steigung erleben. Man steigt in einen Wagen, der teilweise überdacht ist und wird dann 1028m rückwärts nach oben gezogen. Uns fallen in diesem Moment Vergleiche zu diversen Fahrgeschäften in den Vergnügungsparks ein. Natürlich ist dies nicht für jedermann ein Spaß, Leute mit Höhenangst sollten nicht mitfahren. Auch ein Drittel unserer kleinen Reisegruppe bleib lieber in der Talstation. Die Fahrt bietet einen herrlichen Blick über das Tal und die Bergwelt. Die Talfahrt ist eigentlich noch viel aufregender, denn teilweise hat man echt das Gefühl die Gleise der Bahn enden im Nichts und erinnert damit noch mehr an eine Achterbahn. Nur das Tempo fehlt. Die Standseilbahn fährt ‚nur’ mit einer Geschwindigkeit von 2 m/s. Nach unserem Spaß verschlechterte sich das Wetter und wir beschlossen weiter zu fahren, obwohl wir noch über die Hängebrücke gehen wollten. Aber bei Regen war uns das dann doch zu gefährlich. Außerdem machte sich langsam der Hunger in unseren Mägen bemerkbar. Mit einem weiteren kurzen Stopp an einer Kalkfabrik mit Seilbahn fuhren wir nach Hause. An unserem letzten Abend wurde noch mal gegrillt. Und heute hatten wir wenigstens einen Grund bis nach Mitternacht aufzubleiben. Irgendwer hatte Geburtstag.

Sonntag, 06.Juli. 2008 - Abreisetag

Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen zusammen, verstauten alles im Bus. Auf dem Heimweg machten wir noch einen Besuch bei der Liliputbahn Chärnsmatt (www.lilputbahn-chärnsmatt.ch) in Rothenburg. Hier gibt es einen Spielplatz für die kleinen Kinder und eine Modellbahn mit 7¼ Zoll (=184mm) Spurweite für die großen Kinder. Natürlich können die kleinen Kinder auch mit der Gartenbahn eine Runde durch den Park drehen. Und das Tollste an dem Ganzen: man muss nicht mal Eintritt bezahlen. Nach etwa einer Stunde intensiver Betrachtung der Gartenbahn machten wir uns dann endgültig auf den Heimweg gen Jena. Aufgrund des vollen Programms und der recht kurzen Nächte verlief die Rückfahrt ziemlich ruhig und verschlafen. Gegen 18:00 Uhr waren wir zurück in Jena. Ein schönes langes Wochenende ging mal wieder viel zu schnell zu Ende. Und die Moral von der Geschicht: Lila Kühe fanden wir nicht, dafür sammelten wir jede Menge Eindrücke und Ideen für unsere eigene „Schweiz-Anlage“:

Sandra Seiferth
   
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