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So präsentierte sich unsere Anlage “Goms”
Robin und Hannes am Schaltpult
Das Sägewerk bekommt eine neue Lieferung
Alle Holzhäusern sind komplette Eigenbauten
Der Postbus wartet vor dem Bahnhofsgebäude auf die Reisenden
Abendbrot im Speisesaal der Pusteblume-Grundschule
Reger Verkehr herrscht im Goms
Auch während der Ausstellung wurde an der Anlage weitergebaut. Diesen Umstand schätzen Berliner Ausstellungsbesucher besonders!
Rangiertraktor – so heißt das in der Schweiz!
Ein Reisezug befährt das im Bau befindliche Viadukt talwärts.
Immer wieder viel Interesse bei Groß und Klein.
Hinter den Kulissen arbeitet Robin unter Anleitung von Olaf an einer Stützmauer.
Bereits zum 15. Mal wurden wir von unserem Modellbahnfreund Dieter Frisch zur Modelleisenbahnausstellung in die Pusteblume-Grundschule nach Berlin - Hellersdorf eingeladen. Trotz Grippewelle, die auch in unserem Verein kräftig zugeschlagen hatte, konnten wir am Donnerstag, dem 05.02.09 am Vormittag losfahren. Unseren vereinseigenen und einen weiteren Anhänger hatten wir bereits am Dienstag beladen, so dass einer pünktlichen Abfahrt nichts im Wege stand. Thomas , Andreas und Christian starteten 10.00 Uhr mit Lars in Gerega. Helmut und sein zur Zeit bei ihm wohnender Austauschschüler Lukáš aus der Slowakei kamen aus Cospeda zu mir und nachdem wir in Jena noch Robin und Dustin abgeholt hatten, fuhren wir nach Bürgel. Am vereinbarten Treffpunkt stieg noch Hannes zu und gegen 11.00 Uhr fuhren wir in Eisenberg auf die A9. Ohne Stau und bei schönem Wetter kamen wir bis zum Schönefelder Kreuz. Dort versagte das Auto teilweise den Dienst, denn plötzlich gab es im 5. Gang keinen Vortrieb mehr. Langsam und im 4.Gang legten wir die restlichen Kilometer bis Hellersdorf zurück. Wie die Rückfahrt am Sonntag von statten gehen sollte, war mir zu diesem Zeitpunkt noch ein Rätsel. Hauptsache erst mal ankommen. Wie schon zur 10. Ausstellung wurde auch in diesem Jahr nicht nur das Schulgebäude, sondern auch die Turnhalle als Ausstellungsfläche genutzt. Hier konnten wir unsere Anlage der Öffentlichkeit präsentieren. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir mit dem Aufbau unserer 0m – Anlage “Goms”, dem Modell einer meterspurigen Schmalspurzahnradbahn in der Schweiz. Am Abend fuhren Andreas, Dustin und Helmut zum nächstgelegenen Italiener und holten zur Freude unserer Schülergruppe Pizza für alle. Übernachtet haben wir in den Klassenzimmern der Schule. Doch obwohl die Luftmatratzen bereits am Nachmittag aufgeblasen worden waren, konnte man erst sehr spät von Nachtruhe reden. Unsere Schüler waren in Erwartung der nächsten Tage zu aufgeregt. Lars hatte sich auf Grund des Ausfalls eines Berliner Modellbahnfreundes als Verantwortlicher für den Generalschlüssel der Schule bereit erklärt und sich das größte Schlafzimmer von allen ausgesucht. Er übernachtete in der Turnhalle. Am nächsten Morgen fuhren wir zum nahe gelegenen Kaufpark, um zu frühstücken. Bevor die Austellung um 10.00 Uhr ihre Türen öffnete, legten wir an unserem Stand noch letzte Hand an. So wurde z.B. von Konni, der am Donnerstag abend von einer Dienstreise aus der Türkei bei uns eintraf, das Tuch zur Abspannung angebracht. Obwohl auch in Berlin in dieser Woche Schulferien waren, hätte die Besucherzahl am Freitag besser sein können. Aber es kamen ja noch zwei Tage und mit letztendlich rund 1800 Besuchern konnten wir und auch der Verein "Furka Dampfbahn Berlin-Brandenburg" als Veranstalter sehr zufrieden sein. Zu Beginn der Ausstellung mussten wir den Mitgliedern unserer Schülergruppe bei der Vorführung der Anlage noch Hilfestellung leisten. In unserem Vereinsheim in Löberschütz hatten wir im Vorfeld der Ausstellung zwar "Fahrschulunterricht", jedoch zeigte sich, dass noch ein wenig Praxis fehlte. Im Laufe der Zeit wurde unsere Hilfe aber nicht mehr gebraucht, so dass wir mit anderen Ausstellern und vor allem mit Besuchern ins Gespräch kommen konnten. Dabei wurde immer wieder Erstaunen über unsere Nachwuchsarbeit im Verein zum Ausdruck gebracht. Gerade ältere Zuschauer berichteten, selbst eine Modellbahnanlage zu haben, jedoch weder Kinder noch Enkelkinder für ihr Hobby begeistern zu können. Dass wir dem Trend des "Aussterbens" des Hobbys entgegenwirken können wurde sehr bewundert. Unser Vereinsvorsitzender Thomas teilte sich mit den Dresdener Freunden, die ebenfalls regelmäßige Aussteller in Berlin sind, ein Klassenzimmer und hatte dort seinen eigenen Stand. Für seine im Bau befindliche Heimanlage zeigte er das Entstehen von Modellweichen im Maßstab 1:87. Nebenbei betreute er einen Verkaufsstand für Bücher im Auftrag des Veranstalters. Am Samstag Abend fand der auf vielen Ausstellungen übliche "Ausstellerabend" statt. Neben dem vom Berliner " Bärenmenü" aufgefahrenen Buffet fanden die von Lars frisch gebratenen original Thüringer Bratwürste reißenden Absatz. Am letzten Tag frühstückten wir im Speisesaal der Schule, in dem auch über die gesamte Ausstellungszeit ein umfangreiches Imbissangebot bereitgestellt wurde. Da auch in Berlin die Grippewelle herrschte, war das Küchenpersonal stark dezimiert und wurde deshalb an mehreren Tagen von unserem Verein tatkräftig unterstützt. Damit der Schulbetrieb am Montag wieder ordnungsgemäß beginnen konnte, endete die Ausstellung am Sonntag bereits 17.00 Uhr. Sämtliche Nachtlager mussten wieder im Keller verstaut werden und alle Tische, Stühle und sonstigen Utensilien wieder an ihren Platz gebracht werden. Außerdem waren viele Aussteller von weither angereist und mussten nach Abbau und Verladen ihrer Anlage noch etliche Kilometer bis nach Hause zurücklegen. Wir hatten neben Ausstellern aus Waren, Neubrandenburg und weiteren nördlichen Regionen sicher den weitesten Heimweg. Nachdem unsere Anlage abgebaut war und "nur noch" verladen werden musste, konnten die Schüler unserer Jugendgruppe schon gegen 18.00 Uhr die Heimreise antreten. Schließlich war auch bei uns am Montag wieder Schule und Heiko, der uns am Sonntag nachmittag einen Besuch abstattete, übernahm die Aufgabe der Rückreise. Und dann war da immer noch das Problem mit dem kaputten Auto. Konni war am Freitag abend zwar per Bahn nach Jena gefahren und mit seinem Auto nach Berlin zurückgekommen, aber dies sollte nur ein Notbehelf sein. Denn vom Größenverhältnis hätte man das Auto eher auf unseren Hänger aufladen als vorspannen können. Also zog ich, trotz Getriebeproblemen, unseren Hänger im 4. Gang und mit 80 km/h nach Hause. Mit viel Glück und ohne Zwischenfälle kamen wir gegen 23.30 Uhr in unserem Vereinsheim in Löberschütz an. Jetzt nur noch Hänger abstellen, Kisten und Kästen aus dem Auto ausladen, die restlichen Vereinsmitglieder nach Hause fahren und dann ins Bett. Denn so erlebnis- und erfolgreich solche Ausstellungen für uns auch sind - anstrengend sind sie trotzdem.

Olaf Seide
   
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